Österreich drehte nach einem Fehlstart auf und löste das WM-Ticket

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Österreich drehte nach einem Fehlstart auf und löste das WM-Ticket

WIEN. Das Handball-Nationalteam qualifizierte sich dank eines 31:26-Heimsiegs über Weißrussland für die Weltmeisterschaft 2019.

Österreich drehte nach einem Fehlstart auf und löste das WM-Ticket

Alexander Hermann Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Österreichs Handball-Herren gewannen nach dem 28:28 in Minsk das Rückspiel im WM-Qualifikations-Play-off in Wien gegen Weißrussland mit 31:26. Damit wird die ÖHB-Auswahl zum dritten Mal in der jüngeren Vergangenheit (2011, 2015) an einer WM-Endrunde teilnehmen. Die Kommende wird im Jänner 2019 in Deutschland und Dänemark stattfinden. "Ich bin unglaublich stolz auf die Spieler", sagte ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson. Das Rückspiel in der mit 4000 Zuschauern gefüllten Erste Bank Arena hatte für seine Mannschaft jedoch denkbar schlecht begonnen.

Vom in Minsk getankten Selbstvertrauen war anfangs nichts zu sehen: Die Heimischen agierten nervös, hatten mit der weißrussischen Deckung, die ÖHB-Spielmacher Nikola Bilyk wie bereits im Hinspiel herausdeckte, große Probleme. Eine schwache Wurfquote – die Hausherren versenkten zunächst nur 52 Prozent ihrer Versuche, die Gäste deren 71 – in Kombination mit einer laschen Verteidigung ließ die ÖHB-Sieben mit einem 13:16-Rückstand in die Pause gehen.

Zu allem Überdruss hatte Rechtsaußen Marian Klopcic wegen Wadenproblemen früh durch den international unerfahrenen Martin Breg ersetzt werden müssen. Der Brucker lieferte jedoch eine starke Vorstellung, war mit zwei Toren kurz nach Seitenwechsel mitverantwortlich für den Umschwung. Vor allem die rot-weiß-rote Deckung zeigte sich in den zweiten 30 Minuten wie verwandelt. In einer sieben-minütigen Torsperre gelang dem gebürtigen Trauner Alexander Hermann der Ausgleich (19:19). In Folge zog Österreich Treffer um Treffer davon, siegte letztlich klar. Die Gruppenauslosung folgt am 25. Juni.