Nach Festnahme: Teile von Bio-Gift Rizin verschwunden

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Nach Festnahme: Teile von Bio-Gift Rizin verschwunden

KÖLN. In Köln soll ein 29-Jähriger einen Anschlag mit einem Bio-Kampfstoff geplant haben. Er wurde verhaftet, Teile des Giftes sind verschwunden.

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Höchste Sicherheitsmaßnahmen beim Einsatz in Köln. Bild: David Young (APA/AFP/dpa/DAVID YOUNG)

Am Dienstagabend ist ein 29-Jähriger Tunesier in Köln verhaftet worden. In seiner Wohnung war die hochgiftige Substanz Rizin in Form von Samen gefunden worden. Dieser Stoff ist 25.000 Mal giftiger als Strychnin – der drittgiftigste Stoff überhaupt auf der Welt. Zuvor waren Hinweise bei den Ermittlern eingegangen, dass der Mann das Gift in großen Mengen bestellt hatte. Der Tunesier sitzt mittlerweile in U-Haft. Er wird verdächtigt, einen großen Anschlag geplant zu haben. Die Ermittlungen laufen.

Verschwunden

Nun soll eine große Menge des giftigen Stoffes verschwunden sein, wie bild.de berichtet. Insgesamt 50 von 150 Samen könnte der Tunesier vor seiner Verhaftung bereits weitergegeben haben. Eine andere Vermutung ist, dass sie der 29-Jährige bereits verwendet hat. Wofür ist unklar.

Der Verdächtige soll 2016 nach Deutschland eingereist sein  und der Polizei bis dato nicht bekannt gewesen sein. Nach einen Hinweis wurde die Observation gestartet.