Eltern aus Kalifornien sollen zehn Kinder gefoltert haben

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Eltern aus Kalifornien sollen zehn Kinder gefoltert haben

SACRAMENTO (KALIFORNIEN). In Kalifornien sind die beiden Eltern von zehn Kindern festgenommen worden, nachdem die Ermittler im Haus der Familie auf „entsetzliche“ Lebensumstände gestoßen waren.

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Die Polizei verhaftete die Eltern der zehn Kinder. Bild: apa

Medienberichten zufolge sollen die Eltern ihre zehn Kinder gefoltert haben. Sie seien mit heißem Wasser verbrüht und mit einer Armbrust angeschossen worden, zudem seien sie mit simuliertem Ertränken ("Waterboarding") gefoltert worden, berichtete die "Washington Post" am Donnerstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft im Bezirk Solano.

Die Kinder im Alter von vier Monaten bis zwölf Jahren hätten völlig verwahrlost in einem verdreckten Umfeld gelebt, teilte die Polizei im nordkalifornischen Fairfield am Montag mit. 

Die etwa 30 Jahre alten Eltern kamen in Untersuchungshaft; es wurde eine hohe Kautionssumme festgelegt. Der Mann soll der Vater von acht der Kinder sein. Das Haus der Familie aus dem Ort Fairfield soll voller Fäkalien, verfaultem Essen und Dreck gewesen sein. 

Der 30 Jahre alten Mutter wird Vernachlässigung vorgeworfen. Der 29-jährige Vater wurde wegen Kindesmisshandlung und Foltervorwürfen festgenommen. Die Mutter habe die Vorwürfe gegen sie und ihren Mann in einem Interview abgestritten, berichtete der Sender KTVU am Montag.

Die Behörden waren auf die Familie aufmerksam geworden, nachdem eines der Kinder als vermisst gemeldet worden war. Die Polizei spürte das zwölfjährige Kind auf und stieß bei einer Hausdurchsuchung auf die weiteren Geschwister. Die Kinder wurden der Fürsorge übergeben. Sie leben dem Bericht zufolge inzwischen bei anderen Familienmitgliedern. Die Kinder gingen demnach auch nicht zur Schule, die Eltern unterrichteten sie Zuhause.