Neue Positionen

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  • Mumok als „Kompetenzzentrum für kulturelle Bildung“.

Wien. Von Gironcoli bis Caramelle und von der Neoavantgarde zu musikalischen Künstlern: Das Museum Moderner Kunst (mumok) blickt einem Ausstellungsjahr entgegen, das mit einer Schau zum grafischen Werk von Bruno Gironcoli beginnt und mit einer Retrospektive von Ernst Caramelle endet. Dazwischen finden sich neben Themenausstellungen auch Sammlungspräsentationen wie jene von Alexander Schröder.

Den Rückenwind will Karola Kraus, Direktorin des Museums moderner Kunst Stiftung Ludwig aus dem Vorjahr mitnehmen, in dem das Haus einen Publikumsrekord verzeichnete. Genaue Zahlern werden allerdings erst Ende des Monats vom Bundeskanzleramt veröffentlicht. Besonders stolz ist Kraus auf die Vermittlungsangebote des Hauses: „Das mumok hat sich in den letzten Jahren zum Kompetenzzentrum in Bezug auf kulturelle Bildung entwickelt“, so Kraus. 2017 sei es gelungen, „ein äußerst ambitioniertes und diskursives Programm umzusetzen“, das man auch heuer fortführen werde.

Den Anfang macht ab 3. Februar Bruno Gironcoli. Während man auch international hauptsächlich die fragilen Großplastiken des österreichischen Künstlers (1936-2010) kennt, setzt man im mumok auf sein grafisches Werk.

Im Sommer erkundet man das „Doppelleben“ von Künstlern, die auch Musik machen (16. Juni bis 11. November), wirft dabei auch einen Blick zurück ins 20. Jahrhundert und widmet sich dabei etwa Yoko Ono, der Wiener Gruppe oder jüngeren Künstlern wie Christian Kosmas Mayer.

Den Jahresabschluss bildet die erste Retrospektive des aus Tirol stammenden Künstlers Ernst Caramelle. Teil der Schau ist ein neues Raumkonzept mit Wandmalerei. Parallel dazu klingt das Jahr mit der Themenausstellung „Malerei mit Kalkül“ aus, in der sich das mumok Positionen der Neoavantgarde aus der Sammlung widmet.