Salzburger Festspiele: „Jedermann“-Start mit Blitz und Donner

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Welch Beben und Endzeitstimmung wäre das auf dem Domplatz gewesen! Als Jedermann geläutert zum Sterben bereit ist und in den Dom schreitet, hebt ein Donnergrollen an, lauter und lauter.

Die Bühne hebt sich, ein feuerroter Raum wird sichtbar, Rauch quillt heraus. Wo sich sonst, wenn kein Theater gespielt wird, die Menschen tummeln, muss die Hölle sein.

Und dort schwingt sich ein stacheliges schwarzes Wesen hervor, reckt ein Bein mit spitzem Schuh in die Höhe, hält sich nur mit den Händen – manchmal nur mit einer Hand – an der Kante, baumelt über dem Höllenschlund und schimpft: „Halt! Jedermann!“
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Zum dritten Mal in Folge konnte die Premiere des Traditionsstücks von Hugo von Hofmannsthal nicht auf dem Domplatz stattfinden: Ein Gewitterregen machte die Verlegung in das Große Festspielhaus notwendig.

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SN PlusDas Beste aus der Zeitung …   Wem die Stunde schlägt: Tobias Moretti als Jedermann. Bild: SN/APA/BARBARA GINDL Salzburg | Kultur

„Jedermann“ – ein Start mit Blitz und Donner

 
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