Dominic Thiem mit dem Rückenwind aus Nizza auch in Paris auf Wolke sieben

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PARIS. French Tennis-Open: Niederösterreicher steht nach Vier-Satz-Sieg in Runde zwei.

Dominic Thiem mit dem Rückenwind aus Nizza auch in Paris auf Wolke sieben

Nizza-Triumphator Dominic Thiem Bild: APA/ERIKA TANAKA

Dominic Thiems Höhenflug, der ihn bis auf Position 31 der aktuellen Tennis-Weltrangliste "geblasen" hat, hält auch beim zweiten Grand-Slam-Turnier dieses Jahres an. Der Niederösterreicher hat den Rückenwind seines ersten ATP-Titels aus Nizza mit nach Paris genommen, wo der 21-Jährige gestern die zweite Runde erreichte. Thiem rang am Pfingstmontag den äußerst konstant spielenden Aljaz Bedene (Gbr) in 3:22 Stunden mit 6:3, 6:4, 6:7 (6), 6:3 nieder und trifft morgen auf den als Nummer 21 gesetzten Pablo Cuevas aus Uruguay.

Den Druck, als frischgebackener Turniersieger nicht gleich beim Major auszuscheiden, hat Thiem durchaus gespürt. "Auf jeden Fall. Es war das erste Mal für mich. Das habe ich nur aus der Juniorenzeit gekannt, natürlich wollte ich gleich weitermachen", gestand Thiem, der jetzt sechs Matches en suite für sich entschieden hat.

"Voller Selbstvertrauen"

Fortsetzung erwünscht. Von der Müdigkeit her geht es Thiem nach den zuletzt anstrengenden Tagen recht gut. "Es war wieder eine lange Partie, und ich bin schon froh, dass ich heute gescheit schlafen kann. Ich bin eh noch voller Selbstvertrauen von Nizza, das hat auch ein bisserl geholfen." Die Gratulationstour der Spielerkollegen für seinen ersten ATP-Titel hat Thiem nun im Wesentlichen hinter sich: "Gestern und heute hat mir jeder gratuliert, morgen wird es vorbei sein, weil jeder da ist. Das ist der schnelllebigste Sport der Welt." Der Fokus muss auf die Zukunft gerichtet sein.

Also auf Cuevas, den Thiem schon ein bisschen bei dessen Erstrundenmatch (gegen Sam Groth/Aus) gesehen hat: "Das ist ein richtig guter Sandplatz-Spieler. Ich werde auf youtube noch ein bisserl nachschauen."

Trotz seines kleinen Laufs sieht sich Thiem aber nicht als Favorit: "Letztes Jahr hat Cuevas zwei Titel auf Sand gewonnen, dieses Jahr schon einen, und im Finale hat er gut gegen Federer gespielt", erinnerte Österreichs Nummer eins an den São-Paulo-Titel und das Endspiel in Istanbul.

Jürgen Melzer gewann

Ein Erfolgserlebnis gab’s auch für Jürgen Melzer, der bei seinem 13. Paris-Antreten Lokalmatador Ad-rian Mannarino (Fra-30) 7:6 (5), 6:3 und 7:6 (4) bezwang. Nächster Gegner: Andrej Kusnezow (Rus).

Weniger gut lief es für Andreas Haider-Maurer, der dem Argentinier Diego Schwartzman 3:6, 7:5, 3:6 und 6:7 (5) unterlag.