„Freiheit“: Kunstfälscher Beltracchi stellt in München aus

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"Freiheit": Kunstfälscher Beltracchi stellt in München aus

Beltracchi verdiente Millionen mit seinem Talent. Bild: SN/APA (epa)/Peter Kneffel

Die Preise hätten sich im vergangenen Jahr verdoppelt und verdreifacht, sagte Galerist Curtis Briggs am Montag. Schon vor der Vernissage am Montagabend sei ein erstes Bild verkauft – für knapp 40.000 Euro.

Der Titel der Schau "Freiheit" beziehe sich sowohl auf Beltracchis Haftentlassung im Jänner als auch auf die Freiheit, nunmehr seine Bilder unter dem eigenen Namen zu zeigen. Beltracchi hatte bis zu seiner Verhaftung 2010 über Jahrzehnte sein ungewöhnliches Talent eingesetzt, um Bilder im Stil großer Künstler zu malen: Max Ernst, Heinrich Campendonk und Dutzende andere. Er verdiente damit Millionen.

Der 64-Jährige und seine Frau Helene wurden 2011 verurteilt, konnten aber im offenen Vollzug weiter arbeiten. Die Bilder sind bis 23. Oktober in München zu sehen.

In Österreich sorgte Beltracchi zuletzt für Aufsehen, als er in einer TV-Sendung behauptete, "letztens" eines seiner Bilder in der Albertina gesehen zu haben. Direktor Klaus Albrecht Schröder warf ihm daraufhin vor, "mit Nebelbomben zu werfen".